[Folgendes gilt nicht für WORD 2007: dort ist dieser Fehler endlich behoben]

Bei eingefügten Abschnittswechseln rutschen in Texten, die auf der Seite davor Fußnoten enthalten, diese ab der Version WINWORD 97 (WORD 8) bzw. MACWORD 98 in selten annehmbarer, sondern leider meist katastrophaler Weise nach oben. Das passiert jedoch erst, wenn man Seitenzahlen einfügt. Dem kann man abhelfen, indem man statt eines Abschnittswechsels einen Seitenwechsel einfügt. Wenn dann auf dieser leeren Seite eine (natürlich überflüssige) Seitenzahl auftaucht, schaltet man die Symbolleiste ZEICHNEN ein und legt über diese Zahl einfach ein Rechteck (oder Kreis oder Ellipse), dessen Rand und Füllung man auf WEISS setzt (das muss aber nicht sein – überflüssige Seitenzahlen kann man in ADOBE ACROBAT nachträglich löschen).

Dieses Verfahren bietet sich aus Sicherheitsgründen auch für solche User an, die diverse PDF-Treiber (direkte Ausgabe als PDF-Datei aus WORD u.a. heraus) benutzen: Manche schießen jede Seite, die kein Zeichen enthält ("RETURN" bzw. "Zeilenschaltung" zählt nicht), einfach aus (das macht manchmal Sinn, aber eben hier leider nicht). Ziehen Sie auf diesen Seiten ein Rechteck auf oder tippen Sie einen einzigen Buchstaben an beliebiger Stelle und weisen ihm die Farbe weiß zu (eine Leerstelle tut's auch). So werden leere Seiten garantiert eingebunden. Machen Sie dies aber erst beim Abschlusslayout Ihrer Arbeit (besonders in nicht geteilten Dokumenten, in denen dieses Verfahren angewendet wurde): Ändern Sie die Randeinstellungen oder das Seitenlayout, kann es passieren, dass diese weißen Rechtecke – ob verankert oder nicht – an den unmöglichsten Stellen wieder auftauchen und sich über Teile des Textes legen (mit der Option "Grafiken suchen" findet man sie leider nicht wieder!). Nachteil der ganzen Prozedur: Soll die Fußnotennummerierung nach diesem eingefügten Seitenwechsel wieder bei "1" beginnen, muss die Datei hier enden. WORD kann eine neue Fußnotennummerierung leider nur nach eingefügten Abschnittswechseln beginnen.

Wer's clever machen will, braucht die Dateien nicht zu teilen. Nehmen wir an, Ihr 1. Kapitel endet auf S. 30. Kapitel 2 soll nach einem Abschnittswechsel – weil bspw. die Fußnotennummerierung wieder bei "1" starten soll – auf der nächsten ungeraden Seite, also auf S. 31, beginnen. Leider sind in WORD jetzt aber die Fußnoten auf der S. 30 unschön hochgerutscht. Sie müssen nun zusätzlich einen Seitenwechsel – erst Seiten-, dann Abschnittswechsel (!) – vornehmen. Logischerweise beginnt jetzt Ihr Kapitel 2 nicht wie vorgesehen auf S. 31, sondern erst auf S. 32. Stellen Sie den Cursor an den Beginn des Kapitels 2, also auf die jetzt so lautende "S. 32", und wählen Sie "SEITENZAHL EINFÜGEN". Im erscheinenden Dialogfenster geben Sie jetzt unten an entspr. Stelle unter "BEGINNEN MIT" an: 31. Als Ergebnis haben Sie dann die Seitenfolge 30, 31, 31. Die erste 31er Seite ist bis auf die Seitenzahl "31" vollkommen leer. Diese erste LEERE Seite 31 schießen wir in der PS- bzw. PDF-Datei dann einfach aus; die Seitenzählung ist logischerweise trotzdem richtig (auch jene im über die entspr. WORD-Funktion erstellten Inhaltsverzeichnis). Dieses Verfahren bietet sich besonders bei einer WORD-Datei mit (zahlreichen) Querweisen an, die – wenn die Datei aufgeteilt wird – logischerweise "hopps" gehen (Fehlermeldung: "FEHLER! TEXTMARKE NICHT DEFINIERT").

Die Möglichkeit des sog. "Zentraldokuments", d.h., dass man ein zentrales Dokument hat, das mit den folgenden oder vorhergehenden Kapiteln (Dokumenten) verknüpft ist und nach Änderungen im Zentral-/Teildokument alle anderen dazu gehörigen Teildokumente aktualisiert, ist mit äußerster Vorsicht zu genießen – gelegentlich verschwinden Textteile oder notwendige Aktualisierungen werden nicht in allen (!) Teildokumenten vorgenommen. Die Theorie bzw. Idee hört sich gut an, das praktische Ergebnis sieht leider anders aus.