Nach einem zweiten Schlaganfall diagnostizierten die Ärzte bei Herrn Agricola einen Zustand des Wachkomas und sagten ihm nur drei Monate Lebenszeit voraus. Aus den wenigen Monaten werden knapp sieben Jahre.
Die Autorin spricht über ihre Entscheidung, ihren Mann zu Hause zu pflegen, und die Vorbereitungen und die Entwicklungen der folgenden Jahre. Sie gewährt dabei einen Einblick in den Pflegealltag, der den meisten Menschen unbekannt und fremd sein wird. Ein zum Nachdenken anregender Bericht, der in die aktuelle Debatte über Krankheit und Behinderung mit einem eindrücklichen Plädoyer für das Leben eingreift.
Auch die Aufgaben der Autorin als gesetzlich bestellte Betreuerin sowie gesundheitspolitische Aspekte kommen zur Sprache, weil in vielen Bereichen der Pflegepolitik die häusliche Versorgung Schwerkranker nicht genügend berücksichtigt wird.
Ihre eigenen Erfahrungen werden durch Berichte der behandelnden Ärzte und Therapeuten ergänzt.

Reinhild Agricola
Leben wollen - trotz Wachkoma. Sieben Jahre zwischen Bangen und Hoffen
ISBN 978-3-86573-559-1
122 S. 18,90 EUR. 2010

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