Der Schriftsteller und Comicautor Walter Moers gilt als der erfolgreichste deutschsprachige Autor des vergangenen Jahrzehnts. Seit vielen Jahren erfreuen sich unzählige Leser an dem breiten Schaffensspektrum des aus Mönchengladbach stammenden Autors. Ob Heiter-Derbes wie die Bände um das feiste "Kleine Arschloch" oder seine nunmehr fünf Romane, die den Phantasiekontinent Zamonien zum Schauplatz haben - so selten der Mensch Walter Moers Präsenz in der Öffentlichkeit zeigt, so häufig sorgen seine Veröffentlichungen für Begeisterung in Kritik und Leserschaft.
Moers' literarische Werke - und besonders "Wilde Reise durch die Nacht" und "Die Stadt der Träumenden Bücher" - bieten ihren Lesern auf vielfältige Art Anspielungen und Verweise auf Fremdtexte unterschiedlicher Gattungen und Epochen. Ob Bezüge zur hohen Literatur, wie Dante, Goethe oder Rabelais, oder auch Meilensteine der Physik, wie Einsteins Relativitätstheorie, - in witziger Sprachvirtuosität nimmt Moers die Literaturgeschichte auseinander und setzt sie gleichzeitig auf einen hohen Thron. Auch Anspielungen auf konkrete fremdmediale Produkte, wie Filme oder Musik, sind in Moers' Werken häufig zu finden. Umso verwunderlicher ist es, dass zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der vorliegenden Arbeit keine publizierte Studie bekannt ist, die sich den Romanen Walter Moers' auf literaturwissenschaftlicher Ebene annimmt. Diese Lücke möchte die vorliegende Untersuchung füllen.

Jan-Martin Altgeld
Intertextualität und Intermedialität in Walter Moers' "Wilde Reise durch die Nacht" und "Die Stadt der Träumenden Bücher"
ISBN 978-3-86573-342-9
105 S. 17,90 EUR. 2008

Inhaltsverzeichnis (PDF)





Bestellen