Die an HDL assoziierte Paraoxonase (PON1) kann als ein kardio- und vasoprotektives Enzym angesehen werden. Da die HDL keine homogene Fraktion darstellen, war es wichtig zu untersuchen, in welchen Untergruppen der HDL die aktive PON1 zu finden ist.
Der Dichtebereich der HDL (p= 1,063 - 1,256 kg/L) gesunder Individuen wurde mit Hilfe der Referenzmethode der Ultrazentrifugation und einer neu entwickelten automatisierten Fraktionierungstechnik untersucht. Profile der PON1-Aktivität und der ApoA-I-, ApoA-II-, ApoE-, ApoJ- sowie der Cholesterin-Konzentrationen wurden bei verschiedenen Dichtegradienten erstellt. Bei Verwendung der in diesem Buch beschriebenen Methodik findet keine Dissoziation der PON1 von den HDL während der Zentrifugation statt. Somit war es möglich, nicht nur den Dichtebereich der höchsten PON1-Aktivität zu bestimmen, sondern auch denjenigen der höchsten spezifischen Aktivität, als Aktivität pro HDL-Partikel. Der Einfluß auf die Dichteverteilung der drei unabhängigen Polymorphismen Q192R, L55M und T(-107)C (mit einer neuen, radioaktivitätsfreien Methode) sowie verschiedener weiterer endogener und exogener Faktoren wurde ebenfalls untersucht.
Zusätzlich enthalten ist noch ein Überblick über die wichtigsten Informationen in Bezug auf die Paraoxonase und eine Beschreibung, wie ein Antikörper ohne vorherige Proteinreinigung zu erhalten ist.
Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Werner Groß.

Christoph Bergmeier
Paraoxonaseprofil im Dichtebereich der HDL
ISBN 10: 3-86573-074-4
ISBN 13: 978-3-86573-074-9
194 S. mit farb. Abb. 26 EUR. 2005 (Diss.)

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