Das vorliegende Buch beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen Reformen im Übergang von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft in den mittel- und osteuropäischen Transformationsländern. Es wird dabei insbesondere analysiert, ob und welche wirtschaftswissenschaftlichen Theorien im Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft angewandt wurden und welche Ergebnisse das Vorgehen hatte.
Dabei stellt der Autor fest, dass es eine "Theorie der Transformation" nicht gab und dass die insbesondere von angloamerikanischen Beratern empfohlenen Strategien des sog. "Washington Konsensus", also die Umsetzung von Strategien der monetaristischen Marktwirtschaft, die Unterschiede zwischen Arm und Reich in den Transformationsländern noch verstärkt hatten.
Es wird auch aufgezeigt, dass in Ländern, in denen versucht wurde, durch entsprechenden Aufbau von staatlichen Strukturen als Ersatz für die wegfallenden Sozialleistungen der planwirtschaftlichen Betriebe sowie zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit wegen des großen Strukturwandels in den Transformationsländern ein besserer Ausgleich zwischen Arm und Reich in der Bevölkerung erzielt werden konnte.
Breiter Raum ist im Buch dem Aufbau von Arbeitsverwaltungen in den Transformationsländern gewidmet, wobei die durch die BA entwickelte und umgesetzte Strategie der Transformation mit Konzepten zur Beratung unter Beachtung unterschiedlicher Phasen der Zusammenarbeit ausführlich vorgestellt wird.

Kurt Berlinger
Vom Plan zum Markt. Die Unterstützung des Aufbaus von Arbeitsverwaltungen in Mittel- und Osteuropa durch die Bundesanstalt für Arbeit
ISBN 978-3-86573-843-1
172 S. 28,00 EUR. 2015 (Diss.)

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