Jugendliche können Musikpräferenzen gezielt einsetzen, um sich einerseits mit bestimmten Gruppen zu identifizieren und andererseits, um sich von anderen abzugrenzen. Über Musikpräferenzen können persönliche Werte, Eigenschaften und Einstellungen kommuniziert (wahrgenommen und ausgedrückt) werden. Musiker-Images transportieren gezielt Persönlichkeitsmerkmale, die Jugendliche zum Herausbilden einer sozialen Identität und Gruppenzugehörigkeit nutzen. Wahrgenommene Merkmale eines Musiker-Images interagieren hierbei mit Merkmalen der Musik und es wird daher der Frage nachgegangen, inwiefern diese Interaktion musikalische Gefallensurteile Jugendlicher beeinflusst. Von besonderer Bedeutung ist dabei ein optimales Maß an Distinktheit,welches die Eignung von Musik und Musiker-Images für das jugendliche Bedürfnis nach einer Balance aus Inklusion und Distinktion beschreibt.
Mit der vorliegenden empirischen Arbeit wurde das Ziel verfolgt, wesentliche Merkmale von aktueller populärer Musik und Musiker-Images aus der Perspektive Jugendlicher zu erfassen, um den Faktor Distinktheit aufklären und musikalische Gefallensurteile vorhersagen zu können. Es wurde untersucht, wie das musikalische Gefallensurteil Jugendlicher durch Musiker-Images beeinflusst werden kann und welche Eigenschaften eines Musiker-Images dabei ein positives Musikurteil begünstigen. Schließlich wird die Bedeutung der Ergebnisse für musikbezogene Identitätsprozesse Jugendlicher diskutiert und ein Ausblick auf zukünftige Forschungsperspektiven gegeben.

Caroline Cohrdes
Auf der Suche nach optimaler Distinktheit: Musikalische Gefallensurteile Jugendlicher und der Einfluss eines Musiker-Images
ISBN 978-3-86573-763-2
210 S. 29,80 EUR. 2013 (Diss.)

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