Der Umstand, dass der türkische Staat, im Gegensatz zu vielen europäischen Staaten, eine recht junge Bevölkerung hat - im Durchschnitt jünger als 30 Jahre - wirkt sich als positiver Faktor für ein rasantes Wachstum aus und steigert die Attraktivität der Türkei für ausländische Investoren.
Zum einen das besondere Verhältnis der Türkei und Deutschlands seit gut 50 Jahren und zum anderen die Konfrontation mit den in Deutschland lebenden Türken eröffnen gerade bei den deutschen Investoren das Interesse, in die wachsende Türkei zu investieren. Dies sind nicht nur erfahrene Unternehmer, sondern auch Privatpersonen.
Seit einiger Zeit ist das Interesse der Deutschen, in die Türkei auszuwandern, gestiegen. Nichts desto weniger setzt eine Investition gerade voraus, dass man sich ebenso mit dem türkischen Recht, zumindest mit den Sicherungsrechten, einigermaßen auskennt. Bei Beantragung eines Kredits, um dort entweder einen "Neubeginn" zu wagen oder seine unternehmerische Tätigkeit ins türkische Ausland zu erweitern, möchte der Kreditgeber nahezu in jedem Fall eine Sicherung erhalten. Sicherungsrechte spielen ebenso in der Türkei eine wichtige Rolle.
Das wichtigste Sicherungsmittel in der Türkei ist die Hypothek, deren Einzelheiten mit diesem Werk im Rahmen eines Rechtsvergleiches dargestellt werden. Durch einen punktuellen Vergleich soll der Unterschied zur deutschen Briefhypothek aufgezeigt werden. Umrahmt wird der Vergleichsgegenstand ausgehend von der im deutschen Recht bekannten hypothekenrechtlichen Problemkonstellation der "forderungsentkleideten Hypothek".
Aufgrund der lehrbuchartigen Darstellung gelingt es, Parallelitäten und Unterschiede abstrakt und unter Heranziehung der Rechtsprechung und Lehre darzustellen. Dieses Werk ist ferner als Einstiegslektüre in das türkische Hypothekenrecht geeignet.

Ramazan Efe
Die Hypothek im Spannungsfeld zwischen sachenrechtlicher Theorie und Rechtsanwendung. Eine rechtsvergleichende Analyse des deutschen und türkischen Immobiliensachenrechts und der zentralen Rechtsprinzipien mit besonderem Augenmerk auf das Akzessorietätsprinzip und die Gutgläubigkeit
ISBN 978-3-86573-911-7
280 S. 44,00 EUR. 2016 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft 193

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