"Es kenne mich die Welt, aber erst, wenn alles tot ist. Heitere Entdeckungen dann" (Thomas Mann, Tagebucheintrag vom 13. Oktober 1950)
Dass die Gefühlswelt eines Autors seine literarische Produktion maßgeblich beeinflusst, dürfte außer Frage stehen. So fand auch die Homoerotik einiger namhafter Schreiber der Literaturgeschichte den Weg in ihre Werke, beispielsweise bei August Graf von Platen, Oscar Wilde oder Thomas Mann. In der literaturwissenschaftlichen Forschung des 20. Jahrhunderts wurden homoerotische Elemente jedoch weitgehend pathologisiert, umgedeutet oder fanden keine Beachtung. Dieses Werk möchte sich deshalb im Falle Thomas Manns um ein Stück Aufklärung bemühen. Vor dem Hintergrund der homoerotischen Phasen im Leben des Autors, bekannt geworden auch durch seine Tagebücher, sollen jene offenkundigen und latenten Elemente der Werke "Der Tod in Venedig", "Der Zauberberg" und "Die Betrogene" beleuchtet werden. Heitere Entdeckungen, in der Tat.

Eric Engel
Thomas Mann. Homoerotik in Leben und Werk
ISBN 978-3-86573-872-1
103 S. 18,90 EUR. 2015

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