Die 50er in der Bundesrepublik. Interessierte und breites Publikum sollen Jazz grundlegend verstehen lernen: historisch, systematisch, musikalisch. Endlich, wie die neue deutsche Jazzszene betont - und anstrebt. Denn Jazz gab es seit den 20ern. Die Szene versuchte Lernprozesse pro Jazz mit Texten zu fördern. Mal in Büchern, mal in Zeitschriften. Denn die Blicke der deutschen Öffentlichkeit auf den Jazz sollten sich wandeln - und die Köpfe der Szene wandelten sich selbst: Wandeljahre.
Frank Getzuhn interpretiert das Jazzgespräch der 50er pädagogisch - arbeitet Kennlinien heraus: Der Autor zeigt an historischen Jazztexten Lernziele, Lernbereiche oder Lernmethoden in damaliger Alltagskommunikation. Getzuhn entwickelt die These, dass das Jazzgespräch der 50er eine pädagogische Ordnung enthielt: und nennt sie "Erfahrungsfeld". Texte waren für den Autor mehr als Sachgespräch: Sie waren Lernangebote an Leser. Getzuhn zeigt warum.
Pädagogische Blicke, Lernangebote und "Erfahrungsfeld". Getzuhn versucht das Jazzgespräch der 50er stärker pädagogisch zu entdecken - und griffiger zu machen.
Pädagogik und Alltagskommunikation: ein faszinierendes Spannungsfeld.

Frank Getzuhn
Wandeljahre öffentlicher Lerngeschichte zum Jazz in Deutschland von 1950-1960. Lernangebote und Lernen in Zeitschriften und Sachbüchern zum Jazz
ISBN 10: 3-86573-162-7
ISBN 13: 978-3-86573-162-3
336 S. 38 EUR. 2006 (Diss.)

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