Da im Bildungswesen die Forderung nach der Überprüfbarkeit der Qualität pädagogischer Maßnahmen immer stärker wird, nimmt auch die Notwendigkeit zu, Verfahren zu etablieren, die die Güte zuverlässig messen und zudem einen Nutzen für möglichst alle Beteiligten und Betroffenen mit sich bringen. Folglich erscheinen Evaluationserhebungsinstrumente, die neben dem Ist-Stand auch Optimierungsvorschläge und einen Mehrwert liefern, notwendig, damit eine Evaluation als moralisch, effizient und nachhaltig gelten kann.
Mit diesem Anspruch wurde die Produktionsschule Ostholstein evaluiert. Um den Prozessnutzen einer Evaluation bewusst zu nutzen, wurde als Evaluationsverfahren das Entwicklungsorientierte Vorgehen nach Spiess gewählt. Hierbei werden die Stärken der interviewten Person erhöht und die Evaluation fungiert somit, durch die intervenierende Funktion, zusätzlich als eine Art "Coaching".
Da das Entwicklungsorientierte Vorgehen nach Spiess erstmals als Evaluationserhebungsinstrument eingesetzt wurde, erscheint es notwendig, zu überprüfen, ob diese Vorgehensweise den wissenschaftlichen Anforderungen an Evaluationsstudien gerecht werden kann.
Diese Dissertation untersucht, inwieweit die Evaluation der Produktionsschule Ostholstein den Standards für Evaluation der Deutschen Gesellschaft für Evaluation (DeGEval) standhält. Es erfolgt eine Evaluation der Evaluation, somit eine Meta-Evaluation. Dabei wird die Untersuchung anhand der vier Kriterien Nützlichkeit, Durchführbarkeit, Fairness und Genauigkeit analysiert und bewertet.

Marion Grüß
Das Entwicklungsorientierte Vorgehen nach Spiess als Evaluationserhebungsinstrument für das System "Schule". Eine meta-evaluative Untersuchung anhand der Standards für Evaluation der DeGEval
ISBN 978-3-86573-803-5
251 S. 36,00 EUR. 2014 (Diss.)

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