Bei der Frage nach den Ursachen für die Schwierigkeiten im Rahmen der Transformationsprozesse in (Süd-)Osteuropa nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems fand ein Topos besondere Beachtung - die personellen Kontinuitäten innerhalb der gesellschaftlichen und politischen Eliten. Doch trifft diese Annahme wirklich zu? Woher stammte die zweite Reihe?
In der vorliegenden empirischen Studie stehen die Rekrutierungsmechanismen der politischen Elite im Vordergrund. Aus dem Blickwinkel der Theorie sozialer Schließung werden Aspekte wie Bildungsniveau, berufliche Qualifikation, politische Karriere, soziale Herkunft, Alter oder Geschlecht und ihre Rolle als Selektionsmechanismen unter die Lupe genommen. Die Studie liefert einen Überblick über die Zusammensetzung der parlamentarischen Elite im Jahr 2006 und setzt sich kritisch mit der These eines Übergangs von kollektivistischen zu individualistischen Schließungskriterien bei der Besetzung von Elitepositionen in modernen Gesellschaften auseinander.
Hristina Markova hat an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promoviert und arbeitet derzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Hristina Markova
Regeln sozialer Schließung im Zeitalter gesellschaftspolitischer Transformation. Eine empirische Untersuchung über die Zusammensetzung und Rekrutierung der politischen Elite in Bulgarien
ISBN 978-3-86573-700-7
178 S. 26,00 EUR. 2013

I M P U L S E
Studien zu Geschichte,
Politik und Gesellschaft


Hrsg. v.
Marcel Lewandowsky, Michael Meißner, Katarina Nebelin, Marian Nebelin und Swen Steinberg

Band 4

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