In den Kernlehrplänen für Mathematik der Sekundarstufe I wird die Vermittlung selbstregulierten Lernens als explizites Unterrichtsziel genannt. Allerdings bietet das Curriculum keinen Hinweis dahingehend, wie eine Förderung konkret aussehen kann und auch in mathematikdidaktischer Literatur findet man kaum Anregungen für praktische Umsetzungen. Wie kann selbstreguliertes Lernen im Mathematikunterricht also gefördert werden?
In einem interdisziplinären Projekt nahmen Mathematiklehrkräfte an einer Fortbildung zum Thema Selbstregulation teil. Den theoretischen Hintergrund für die Vermittlung bildete das Kölner Handlungskreismodell, das die zentralen Phasen einer Handlung auf kognitiver und motivationaler Ebene abbildet. Es wurde untersucht, inwiefern die anschließende Implementation der Fortbildungsinhalte durch kooperative Prozesse unter Lehrkräften zusätzlich angeregt werden kann. Die Effekte dieser Implementation wurden hinsichtlich des Lernfortschritts und der Selbstregulation der Schüler evaluiert.

Jennifer Klenzan
Selbstregulation im Mathematikunterricht gemeinsam entwickeln. Entwicklung, Durchführung und Evaluation einer Interventionsstudie zur Förderung von Selbstregulation im schulischen Kontext
ISBN 978-3-86573-905-6
176 S. 28,00 EUR. 2016 (Diss.)

Inhaltsverzeichnis (PDF)