Naturalismusvorbehalte beleben die Philosophie, z.B. neurobiologische Determinationsbehauptungen die Frage nach der Freiheit des Menschen. Ist im Kausalnexus der Natur Freiheit möglich? Wenn ja, ist sie identisch mit der Freiheit des Willens? Was ist überhaupt Wille? Ist Freiheit nicht sein Zentralmerkmal, so dass mit erfolgreicher Bestreitung der Freiheit auch der Begriff des Willens aufzugeben wäre? Und wenn beide sich als Illusionen erweisen, wozu sind solche Illusionen gut? Kann über die Freiheit des Willens gar nicht aus theoretischen, sondern nur aus praktischen Gründen befunden werden, wie Kant meinte? Empfiehlt es sich, einen gemäßigten Freiheitsbegriff zu verwenden, der sich von strengen Autonomievorstellungen fernhält?
Solche und verwandte Fragen werden in den Beiträgen dieses Sammelbandes aus der Sicht der Psychiatrie, der Philosophie und Bildungsphilosophie, Altphilologie und Mediävistik gestellt und diskutiert.

Lutz Koch/Sascha Löwenstein (Hg.)
Freiheit, Wille, Willensfreiheit. Jürgen-Eckardt Pleines zum 75. Geburtstag
ISBN 978-3-86573-640-6
198 S. 29,80 EUR. 2011

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