Die Digitalisierung hat den Absatz und den Konsum von Werken stark verändert. Die durch die globale Vernetzung mögliche rasche weltweite Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte führt zugleich zum möglichen Problem, dass eine Kontrolle hierüber schwer möglich ist und auch eine Vergütung als Ausgleich nicht immer erlangt werden kann. Reaktion der Rechteinhaber war der dringende Ruf nach weitergehender Kontrolle über die Verbreitung.
Kopierschutzmechanismen sollten dieses Problem lösen. Die gesetzliche Integration dieser hatte jedoch erheblichen Einfluss auf den wesentlich durch die Kriterien Privatkopie und Erschöpfungsgrundsatz bisher gefundenen Interessenausgleich zwischen Verwertern, Nutzern und dem Allgemeinwohl.
Der Verfasser untersucht zu diesem Problem die Rechtslage im U.S.-amerikanischen copyright und dem europäischen sowie deutschen Urheberrecht bezogen auf den digitalen Transfer von Musikwerken. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Rechte der Verwerter über Gebühr gestärkt worden sind und ein Interessengleichgewicht nicht mehr besteht.

Ralf Kronner
Digitaler Werktransfer: Zum Interessengleichgewicht zwischen Verwertern, Nutzern und dem Gemeinwohl. Eine rechtsvergleichende Studie des amerikanischen copyright mit dem deutschen Urheberrecht zum Verhältnis technischer Schutzmechanismen zu privater Vervielfältigung und Erschöpfungslehre dargelegt am Beispiel von Musikwerken
ISBN 978-3-86573-347-4
179 S. 22,80 EUR. 2008 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 94

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