Was treibt uns zu Handlungen? Wir handeln, weil wir ein Ziel verfolgen! Sollen oder Wollen? Was ist Freiheit? Der Terminus Teleologie, der durch die Geschichte Veränderungen unterworfen war, vereint im Grunde dreierlei, nämlich Ziel, Zweck und Ende. Vor diesem Hintergrund wäre auch an die schon aus der Antike bekannten Kategorien des Zufälligen, Möglichen und Notwendigen zu erinnern. Aus der insgesamt vielschichtigen Interpretation dieser Vorgänge lassen sich auch Gemeinsamkeiten zwischen Telos, Utopie und Eschatologie konstatieren. Die Geschichte führt uns vor Augen, daß man Gesellschaftsutopien Skepsis entgegenbringen muß. Für andere Utopien gilt das genauso: etwa die Welt auf eine Formel zu bringen, den Urknall zu simulieren oder aber den Menschen klonen zu wollen. Das zeigt, daß im Grunde utopiefeindliche Wissenschaftstheorien selber laufend Utopien hervorbringen. Das spricht gegen Utopien. Nichtsdestoweniger sind aber auf ethischen Grundsätzen beruhende Visionen eine Entelechie, die unverzichtbar ist.

Thomas Kupsch
Handlung und Zweck. Das Prinzip Sehnsucht
ISBN 978-3-86573-510-2
308 S. 43,00 EUR. 2010

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