Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich erstmals mit Kaiser Lothar III. (1125-1137) als Stifter und Bauherr wichtiger Kirchenbauten in Sachsen im 12. Jahrhundert. Dabei werden Aspekte der Zeitgeschichte berücksichtigt und Fragen nach der Herrschaftsrepräsentation und -legitimation des Sachsenkaisers gestellt.
Darüber hinaus werden völlig neue architekturgeschichtliche Zusammenhänge sächsischer Denkmäler des Mittelalters deutlich. Vor allem aber werden die kaiserlichen Parteigänger und ihre Kirchenstiftungen beleuchtet und in den Kontext der Kaiserbaukunst Lothars III. gestellt.

Cornelia Lawrenz
Architektur und Herrschaftsanspruch
Die Baukunst Kaiser Lothars III. (1125-1137) und seiner Parteigänger. Ein Beitrag zur sächsischen Architektur des 12. Jahrhunderts

ISBN 10: 3-936846-61-8
ISBN 13: 978-3-936846-61-4
475 S. mit 278 Abb. 49 EUR. 2003 (Diss.)



Umschlaggestaltung:
Thomas Wienands


Einleitung . . . . . 9
I.1. Einleitung und methodisches Vorgehen
I.2. Zum Stand der Forschung

II. Der historische Hintergrund . . . . . 20
II.1. Lothar III. zwischen Königtum und Reformpapsttum
II.1.1. Investiturstreit und Gregorianische Reform: Zum Gebrauch zweier Topoi und deren Bedeutung
II.1.2. Die Gregorianische Kirchenreform in der Politik Lothars III.: Kaiser Lothar III. - ein Gregorianer?
II.2. Aufbau und Ausbau der Herrschaftslegitimation Lothars III.: Der Umgang mit dem Erbe
II.2.1. Lothars Voraussetzungen
II.2.2. Die ottonischen Züge in Lothars Herrschaft
II.2.3. Die salischen Züge in Lothars Herrschaft
II.3. Ergebnisse

III. Architektur im Umfeld Kaiser Lothars III. . . . . . 67
III.1. Die sächsische (Reform-)Architektur im frühen 12. Jahrhundert
III.2. Lothar als Stifter und Bauherr
III.2.1. Kaiserliche Stiftungen
III.2.1.1. Süpplingenburg, St. Johannes
III.2.1.2. Bad Segeberg, St. Marien
III.2.1.3. Königslutter, St. Peter und Paul
III.2.1.4. Chemnitz, St. Marien
III.2.1.5. Ergebnisse
III.2.2. Umbauten im kaiserlichen Kontext
III.2.2.1. Bursfelde, St. Thomas und St. Nikolaus
III.2.2.2. Goslar, St. Ulrich
III.2.2.3. Altenburg, St. Bartholomäi
III.2.3. Kaiserlich privilegierte Bauten
III.2.3.1. Drübeck, St. Veit
III.2.3.2. Braunschweig, St. Ägidien
III.2.3.3. Quedlinburg, St. Servatius
III.2.3.4. Hochelten, St. Vitus
III.2.3.5. Speyer, St. Maria
III.3. Ergebnisse

IV. Architektur der kaiserlichen Parteigänger . . . . . 159
IV.1. Lothar III. und der sächsische Adel im frühen 12. Jahrhundert
IV.1.1. Die adeligen Parteigänger und ihre Kirchenbauten
IV.1.1.1. Albrecht der Bär
IV.1.1.2. Friedrich II. von Sommerschenburg
IV.1.1.3. Otto von Rheineck
IV.1.1.4. Heinrich von Groitzsch
IV.1.1.5. Siegfried IV. von Boyneburg
IV.1.1.6. Ludwig I. von Thüringen
IV.1.1.7. Konrad von Wettin
IV.1.1.8. Widukind I. von Schwalenberg
IV.1.1.9. Konrad von Plötzkau
IV.1.1.10. Adolf II. von Berg
IV.1.1.11. Friedrich von Beichlingen
IV.1.1.12. Grafen von Ammensleben(-Hillersleben)
IV.1.1.13. Die Grafen von Katlenburg
IV.1.1.14. Burchard von Konradsburg
IV.1.2. Die kirchlichen Parteigänger und ihre Kirchenbauten
IV.1.2.1. Sigward von Minden
IV.1.2.2. Adalbert I. von Mainz
IV.1.2.3. Gerhard von Riechenberg
IV.1.2.4. Die Bischöfe von Halberstadt
IV.1.3. Richenza und andere Familienmitglieder
IV.2. Ergebnisse
IV.3. Exkurs: Lothar III. und Bayern

V. Resümee . . . . . 265
V.1. Lothar III. und die Folgen seiner Baukunst in Sachsen

Abkürzungen
Lexika
Quellen
Regesten
Inventare
Untersuchungen und Darstellungen
Abbildungsnachweis

Abbildungen . . . . . 309