Die globale Schere von Einkommen und Naturverbrauch hat sich seit dem 2. Weltkrieg weiter geöffnet. Im Zuge weltwirtschaftlicher Liberalisierung hat sich die ungleiche globale Arbeitsteilung zwar gewandelt, dabei aber zusätzlich vertieft. Durch billigere Arbeit und Naturressourcen in den armen Ländern kommt es zu einer Umverteilung in die reichen Länder.
Dieser ungleiche Tausch wird im vorliegenden Buch in zwei Dimensionen untersucht: Monetär wird er über Kaufkraftparitäten bestimmt, die das Preisgefälle zwischen armen und reichen Ländern wiedergeben. Ökologisch wird er über die Handelsbilanzen des ökologischen Fußabdrucks ermittelt, der den Ressourcenaufwand für die gehandelten Güter bemisst.
In beiden Dimensionen finden erhebliche, zunehmende Transferflüsse statt. Der Verlust an eigenen Naturressourcen und vor allem Arbeitsleistung beeinträchtigt die wirtschaftliche Entwicklung und wirkt tendenziell einem 'Aufholen' armer Länder entgegen. Die Vertiefung der globalen Arbeitsteilung verschärft demnach die globale ungleiche Entwicklung.

Jürgen Lipke
Ungleiche Arbeitsteilung und Entwicklung im Weltsystem. Quantifizierung von ungleichem Tausch in monetärer und ökologischer Dimension
ISBN 978-3-86573-520-1
329 S. 46,00 EUR. 2010 (Diss.)

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