Haben Leser Macht über den Text?
Sie kaufen das Buch und sie lesen das Buch - damit erschöpft sich ihre Rolle vermeintlich.
Allerdings stehen manchmal "getötete" literarische Figuren wieder auf, werden Fortsetzungen geschrieben und veränderte Neuauflagen herausgebracht. ... Warum?
Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der Frage, wie groß der Einflussbereich von Lesern tatsächlich sein kann. Es wird demonstriert, dass ein literarisches Werk nicht nur während des Entstehungsprozesses, sondern auch auf dem Weg zum Endprodukt Buch und schließlich sogar nach der Publikation veränderlich ist und von seinen Lesern beeinflusst werden kann.
Gezeigt wird das an sieben Beispielen aus verschiedenen Epochen und drei Sprachräumen: J. K. Rowlings "Harry Potter", J. R. R. Tolkiens "The Lord of the Rings", Johann Wolfgang von Goethes "Die Leiden des jungen Werthers", Arthur Schnitzlers "Reigen", Erich Kästners "Emil und die Detektive", Umberto Ecos "Das Foucaultsche Pendel" und Carlo Collodis "Pinocchio".

Sonja Loidl
Die Macht des Lesers. Möglichkeiten der Einwirkung des Lesers auf literarische Werke
ISBN 978-3-86573-460-0
118 S. 17,90 EUR. 2009

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