Die Toleranz gegenüber körpereigenen Antigenen ist essentiell bei der Vermeidung autoreaktiver Erkrankungen. Das zelluläre Element der peripheren Toleranz stellen die regulatorischen CD4+ CD25+ FOXP3+ T-Zellen dar, die eine Aktivierung autoreaktiver T-Zellen verhindern. Neue therapeutische Konzepte zielen auf eine direkte Beeinflussung von Effektorfunktionen pathogenetisch relevanter CD4+ T-Zellen ab. Hohe Erwartungen werden dabei an monoklonale Antikörper gegen ausgesuchte Zelloberflächenmoleküle (z.B. CD4-Moleküle) gestellt. Bestimmte Anti-CD4-mAk wurden bereits erfolgreich in klinischen Studien eingesetzt. Die Erkenntnisse über die Wirkungsweise natürlicher regulatorischer CD4+ CD25high T-Zellen dienten als Matrix zum näheren Verständnis des Phänomens der Toleranzinduktion bei der Verwendung von Anti-CD4-mAk in verschiedenen klinischen Krankheitsmodellen. Zur Verbesserung der Verträglichkeit von Anti-CD4-mAk in klinischen Studien konnten erste wichtige Ergebnisse zur biologischen Wirksamkeit rekombinanter Anti-CD4-Fragmente erarbeitet werden.

Dirk Mischke
Generierung regulatorischer T-Zellen aus naiven CD4+ CD45RA+ T-Zellen durch Anti-CD4-Interaktion
ISBN 978-3-86573-276-7
180 S. m. farb. Abb. 24,00 EUR. 2007 (Diss.)

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