Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gehört zu den fundamentalen Prinzipien der deutschen Rechtsordnung. Ein Rechtsprinzip, das mit seiner "individual-schützenden" Funktion dazu dienen soll, staatliche Befugnisse einzugrenzen.
Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ist ein gutes Beispiel für Rezeptionsvorgänge im internationalen Verfassungsdiskurs. Mit der vorliegenden Arbeit soll seine Bedeutung in der türkischen Rechtsordnung untersucht werden. Dabei stellen Themen wie die Einflüsse des ausländischen Rechts oder die Anwendung in der türkischen Judikatur besondere Schwerpunkte dar.
Im Ergebnis zeigt das Beispiel Türkei die universelle Geltung des Verhältnismäßigkeitsprinzips: Es macht deutlich, wie sehr dieses Prinzip allen Rechtssystemen immanent ist.

Ersin Nas
Rezeption des Verhältnismäßigkeitsprinzips in der türkischen Rechtsordnung
ISBN 978-3-86573-869-1
198 S. 30,- EUR. 2015 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft 185

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