Die Mediation ist ein außergerichtliches Konfliktlösungsverfahren, in dem die Parteien mit Hilfe eines neutralen Mediators versuchen, wertschöpfend eine auf ihren Interessen basierende Einigung zu erzielen. Der vertrauliche Umgang mit dabei offenbarten Informationen stellt ein Grundprinzip dieses Verfahrens dar.
Die vorliegende Arbeit beschreibt die bestehende Rechtslage in Deutschland und untersucht die Verschwiegenheitspflichten der Mediatoren in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Grundprofession sowie die der Medianten. Im Hinblick auf ein eventuell nachfolgendes Gerichtsverfahren erfährt die Sicherung der Vertraulichkeit besondere Relevanz. Im Vordergrund der Untersuchung stehen Zeugnisverweigerungsrechte und prozessvertragliche Gestaltungsmöglichkeiten, wobei auch die Folgen einer Verletzung der Vertraulichkeit betrachtet werden.
Abschließend werden eine Muster-Vertraulichkeitsabrede entwickelt und Überlegungen zur Notwendigkeit einer ergänzenden rechtlichen Regelung angestellt.

Hannah Oldenbruch
Die Vertraulichkeit im Mediationsverfahren. Das Spannungsfeld zwischen Privatautonomie und Verfahrensrecht
ISBN 10: 3-86573-166-X
ISBN 13: 978-3-86573-166-1
226 S. 28 EUR. 2006 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 64

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