Seit mehr als 7000 Jahren leben die Beja als Nomaden in der Ost-Sahara zwischen dem Nil und dem Roten Meer. Sie entwickelten sich zu Stämmen und Unterstämmen und gründeten fünf unabhängige Königreiche, die sich vom südlichen Ägypten bis Massawa im Norden von Eritrea erstreckten, wo die Beja-Stämme noch heute leben. Heute werden immer mehr Beja-Nomaden zu Halbnomaden und auch zu städtischen Bewohnern mit festem Wohnort und Beruf. Ende der 90er Jahre rückten die Beja-Stämme, die im Osten des Sudan leben, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit, da sie die Waffen gegen die Zentralregierung in Khartum erhoben. Dieser bewaffnete Konflikt wurde im Jahr 2006 mit einem Friedensabkommen beendet. Das Ziel dieser Arbeit ist der Versuch, die Sesshaftwerdung der Beja-Nomaden in Nordost-Afrika sowie deren Integration in die modernen Nationalstaaten, in denen sie heute leben, zu analysieren.

Musa Muhammad Omar
Die Sesshaftwerdung der Beja-Nomaden in Nordost-Afrika. Studien zu sozio-ökonomischen, politischen und kulturellen Veränderungen bei den Beja-Stämmen in Nordost-Afrika
ISBN 978-3-86573-418-1
114 S. 16,80 EUR. 2008

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