Diskussionen um multikulturelle Schulen und Kindergärten thematisieren nicht selten Desinteresse und mangelndes Wissen von Eltern mit Migrationshintergrund im Kontext (vor)schulischer Belange ihrer Kinder. Durch zahlreiche Studien ist ein Zusammenhang zwischen Elternmitarbeit und schulischen Leistungen der Kinder sowie deren Bildungsbenachteiligung evident geworden. Aus diesem Dilemma heraus sind Primar- und Elementarpädagogen gefordert, eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit Eltern aus unterschiedlichen Kulturen mit vielfältigen Erwartungen dialogisch zu konzipieren. Insbesondere bei einer systemischen Sichtweise sind in der Transitionsphase vom Elementar- zum Primarbereich die Ko-Konstrukteure Eltern sowie pädagogische Fachkräfte aus dem Elementar- und Primarbereich involviert mit dem Ziel, Schulfähigkeit als kooperative Aufgabe aller Beteiligten zu verstehen, als Voraussetzung für einen gelingenden Übergang der Kinder in die Schule. Aus diesem Grund zeigt die vorliegende Studie auf, welche Bedürfnisse und Erwartungen 308 Eltern mit Migrationshintergrund aus Kindergärten und Grundschulen in Bezug auf deren Elternmitarbeit vor bzw. nach der Transition ihrer Kinder artikulieren. Ziel ist es, Qualitätsstandards einer kundenorientierten migrationsspezifischen Elternarbeit im Transitionsprozess dialogisch in der Triangulation der Elementar- und Primarpädagogen sowie Eltern mit Migrationshintergrund kontinuierlich zu konzipieren.

Monika Pfaller-Rott
Migrationsspezifische Elternarbeit beim Transitionsprozess vom Elementar- zum Primarbereich. Eine explorative Studie an ausgewählten Kindertagesstätten und Grundschulen mit hohem Migrationsanteil
ISBN 978-3-86573-531-7
406 S. 54,00 EUR. 2010 (Diss.)

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