Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 veränderte der von US-Präsident George W. Bush ausgerufene "War on Terror" die Ansichten über die Weltordnung nach dem Ende des Kalten Krieges. Die unterschiedlichen globalen Leitbilder, die bis dahin koexistierten, wurden vom neuen geopolitischen Leitbild vom Kampf gegen den Terrorismus abgelöst. Die so entstandene "Neue Weltordnung" unterscheidet zwischen Verbündeten und Gegnern - zwischen zivilisierter Welt und Staaten, die den Terrorismus unterstützen - und bedient sich dabei des Begriffs "rogue states".
Vorliegende Arbeit dekonstruiert im Sinne der "Critical Geopolitics" am Beispiel der Islamischen Republik Pakistan diese dichotome Weltordnungsvorstellung und zeigt, dass sie nicht die Wirklichkeit abbildet, sondern eine aus politischen Gründen konstruierte Realität darstellt.

Alexander Quelle
Geopolitische Orientierungen nach dem 11. September. Pakistans Rolle im Kampf gegen den Terrorismus
ISBN 978-3-86573-420-4
179 S. 24,80 EUR. 2009

Entwicklungsforschung. Beiträge zu interdisziplinären Studien in Ländern des Südens
Herausgeber: Andreas Dittmann, Wolfgang Gieler, Alfredo Pinto Escoval
Band 4

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