Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Problem der Mitgliederhaftung im Idealverein, insbesondere in den Fällen, in denen die wirtschaftliche Betätigung des Vereins über das durch das Nebenzweckprivileg gedeckte Maß hinausgeht. Anknüpfungspunkt der Arbeit bildet das sog. Kolping-Urteil des OLG Dresden vom 9. August 2005 (2 U 897/04), mit dem der Senat eine Durchgriffshaftung der Vereinsmitglieder wegen Rechtsformmissbrauchs bejaht hat.
Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, ob und in welchem Umfang sich ein Idealverein wirtschaftlich betätigen darf, und ob eine solche Betätigung eine persönliche Haftung der Vereinsmitglieder nach sich ziehen kann. Ein besonderer Schwerpunkt wird bei dieser Untersuchung auf die Durchgriffstatbestände gelegt, durch die ausnahmsweise ein Zugriff auf das Vermögen der Vereinsmitglieder ermöglicht wird. Die Arbeit setzt sich differenziert mit den Risiken einer persönlichen Inanspruchnahme von Vereinsmitgliedern in Anlehnung an das OLG-Urteil auseinander und zeigt auf, wie eine persönliche Haftung vermieden werden kann.

Dorothee Rammert
Die persönliche Haftung der Mitglieder eines Idealvereins bei erheblicher wirtschaftlicher Betätigung
ISBN 978-3-86573-394-8
232 S. 30,00 EUR. 2008 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 101

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