Chronische Krankheit und beeinträchtigende Leistungseinbußen bedeuten einen Bruch von Normalitätsvorstellungen und -erwartungen. Besonders bei Beschwerdekomplexen bislang ungeklärter körperlicher Genese, unspezifischen und generalisierten Schmerzstörungen oder Beeinträchtigungen des Wohlbefindens ohne nachweisbare körperliche Grundlagen spielen die subjektive Verarbeitung der Krankheit und die Einstellungen der Patienten/der Patientinnen mit dem Medizinsystem und den behandelnden Ärzten/den behandelnden Ärztinnen eine entscheidende Rolle.
Anhand acht ausgewählter Fallstudien wird überprüft, in welcher Weise die Erfahrungen mit dem Medizinsystem das Bewältigungsverhalten physisch leistungseingeschränkter Frauen beeinflussen. Hierfür sind das Krankheitsbild der Fibromyalgie und das der chronischen Rückenschmerzen gewählt. Im Falle von Fibromyalgie handelt es sich um einen Beschwerdekomplex, welcher vor allem bei Frauen auftritt und in seinen Ursachen noch weitgehend ungeklärt ist. Im Vergleich hierzu ist das Phänomen des chronischen Rückenschmerzes gut erforscht. Unterschiede in der subjektiven Erfahrung und den Verarbeitungsmodi werden erwartet und haben sich teilweise bestätigt.

Ines Röhner
Gesundheitspotentiale bei verminderter Leistungsfähigkeit. Eine qualitativ ausgerichtete Studie an Rückenschmerzpatientinnen und fibromyalgiebetroffenen Frauen
ISBN 978-3-86573-776-2
248 S. 42,00 EUR. 2014 (Diss.)

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