Der Sammelband enthält Studien zu vier Autoren, deren Werke sich zwischen der gemäßigten und der radikalen Richtung der Postmoderne befinden. In den Beiträgen über Christoph Ransmayrs Romane und Urs Widmers Erzählungen werden Selbstreflexion, Mehrdeutigkeit des Erzählens und Techniken der Illusionsstörung wie Metafiktionalität und mise en abyme thematisiert. Im zweiten Teil des Bandes dominieren kulturwissenschaftliche Fragestellungen. In Sten Nadolnys "Selim" oder "Die Gabe der Rede" und "Die Entdeckung der Langsamkeit" werden die wichtigsten Elemente der in literarischen Texten manifestierten Interkulturalität ins Visier genommen. Der Beitrag über Urs Widmers "Im Kongo" zeigt, welche formalen und funktionalen Ausprägungen die Rhetorik des kolonialen und postkolonialen Schreibens fand. Die letzten vier Aufsätze des Bandes über Ransmayrs "Morbus Kitahara" und Sebalds "Austerlitz" sowie über die Erzählung "Max Ferber" bewegen sich im Fragenkomplex "Erzählen, Identität, Erinnerung und Fotografie".

Hilda Schauer
Postmoderne Erzählweisen aus kulturwissenschaftlicher Sicht. Studien zu Sten Nadolny, Christoph Ransmayr, W. G. Sebald und Urs Widmer
ISBN 978-3-86573-549-2
198 S. 28,00 EUR. 2010

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