Das Ende des Kalten Krieges bedeutete in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung für die KSZE. War einerseits der Weg für den Institutionalisierungsprozeß und damit für die Fortentwicklung der KSZE zur OSZE geebnet, drohten andererseits lang unterdrückte Spannungen zu eskalieren. Als großes Konfliktpotential wurde vor allem das Verhältnis der Staaten zu den auf ihren Territorien lebenden Minderheiten identifiziert. Infolgedessen schufen die Teilnehmerstaaten auf dem Gipfeltreffen von Helsinki 1992 ein völlig neues Mandat, dem die Konfliktverhütung zum "frühestmöglichen" Zeitpunkt übertragen wurde, das Mandat des Hohen Kommissars für nationale Minderheiten. In der vorliegenden Abhandlung werden die Möglichkeiten und Grenzen des Hohen Kommissars für nationale Minderheiten bei der Verhütung ethnischer Konflikte durch eine völkerrechtliche Analyse des Mandats aufgezeigt und seine Rolle in der internationalen Friedenssicherung bewertet.

Daniela Späth
Der Hohe Kommissar für nationale Minderheiten. Völkerrechtliche Analyse eines neuen Instruments zur internationalen Konfliktverhütung
ISBN 10: 3-86573-092-2
ISBN 13: 978-3-86573-092-3
259 S. 31 EUR. 2005 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 51

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