Der Europäische Rat ist rechtlich ein Kuriosum: Zwar bildet er das höchste europäische Machtzentrum der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten, rechtlich ist er aber nur schwer fassbar. Der Europäische Rat verleiht - neben dem Europäischen Parlament - der europäischen Integration große Dynamik, indem er die wichtigsten europäischen Politiken gestaltet und dabei als "Verfassungsarchitekt" und oberstes Lenkungsorgan der Europäischen Union Grundsatz- und Leitentscheidungen fasst.
Bei der Umsetzung seiner politischen Entscheidungen durch die anderen Unionsorgane treten nicht selten interinstitutionelle Spannungen auf. Die anderen Unionsorgane beschränken sich allerdings nicht allein auf eine passive Rolle bei der Umsetzung, sondern sie wirken im Entscheidungsprozess nachweisbar mit. Die vorliegende Arbeit stellt erstmals ausführlich das Zusammenspiel des Europäischen Rates mit den anderen Unionsorganen von den Anfängen der Gipfelkonferenzen bis zum Vertrag von Lissabon dar.

Uta Stäsche
Die Entscheidungsproduktivität des Europäischen Rates. Rechtliche und empirische Untersuchung vom Europäischen Währungssystem bis zum Vertrag von Lissabon
ISBN 978-3-86573-599-7
708 S. 82,00 EUR. 2011 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 146

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