Kulturgüter sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt, sie werden gestohlen und/oder illegal ausgeführt. Für eine Rückführung ist vor allem die sachenrechtliche Situation eines Kulturgutes entscheidend. Denn nach einer Ausfuhr aus dem Ursprungsstaat unterliegen Kulturgüter nach den Grundsätzen des IPR wie alle beweglichen Sachen dem Sachenrecht des Staates, auf dessen Hoheitsgebiet sie sich befinden. Damit werden Erwerbsvorgänge am Kulturgut nach der Rechtsordnung des neuen Belegenheitsstaates beurteilt.
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Frage, ob und ggf. wie nach der Ausfuhr eines Kulturgutes Schutzvorschriften des Ursprungsstaates Auswirkungen auf Erwerbsvorgänge unter der neuen Rechtsordnung haben. Dazu wird die sachenrechtliche Situation von Kulturgütern aus der deutschen Perspektive beschrieben. Die Arbeit untersucht Lösungsansätze über Art. 46 EGBGB sowie über die Behandlung ausländischer Kulturgüterschutzvorschriften als Eingriffsnormen unter dem neuen Belegenheitsrecht.

Gregor Strauch
Rechtsverhältnisse an Kulturgütern im Internationalen Sachenrecht
ISBN 978-3-86573-252-1
288 S. 36,00 EUR. 2007 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 77

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