Die Stadt Salzburg verfügt in Bezug auf ihre in lateinischer Sprache abgefassten Inschrifttafeln über eine bereits zwei Jahrtausende andauernde Tradition. Aus dem römerzeitlichen Iuvavum sind etliche für verschiedene Zwecke verwendete Steindenkmäler überliefert, die teilweise einen umfassenden Einblick in hierarchische, ökonomische und soziale Belange der antikenGesellschaft gewähren. Dem stehen die Inschrifttafeln der Barockzeit gegenüber, welche in überwiegendem Maße der Huldigung erzbischöflicher Bauaktivitäten dienten, sich des öfteren aber auch direkt an Gott und die unbefleckte Jungfrau Maria wandten. Moderne Inschriften des 20. Jahrhunderts zeichnen sich einerseits durch Sinnsprüche und andererseits durch Ehrungen von Angehörigen des bürgerlichen und geistlichen Standes aus. Das vorliegende Buch versteht sich als Zusammenfassung bedeutender antiker und neuzeitlicher Steindenkmäler mit lateinischen Epigrammen, welche die Geschichte der Stadt Salzburg mitgeprägt haben.

Robert Sturm
Antike und neuzeitliche lateinische Inschriften in der Stadt Salzburg. Eine epigrafische und historische Studie
ISBN 978-3-86573-992-6
138 S. 22,00 EUR. 2017

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