Im antiken Griechenland ebenso wie im alten China wurde das jeweils andere Ende des Eurasischen Kontinents als Heimat übernatürlicher Wesen betrachtet. In den historiographischen Werken beider Kulturen mischten sich diese mythischen Vorstellungen oft mit neuem Wissen über fremde Völker, das im Rahmen von Entdeckungsreisen und Fernhandel gewonnenen wurde, aber nur schwer in das bestehende geographische Weltbild eingeordnet werden konnte.
In der vorliegenden Arbeit werden wichtige historiographische und geographische Schriftquellen aus dem griechischen und chinesischen Kulturraum parallel auf ihre Darstellung des jeweils Anderen untersucht. Die aus den Texten extrahierten Fremdbilder werden in ihrer Entwicklung analysiert und in ihren kulturellen Funktionen miteinander verglichen. Neben Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der Fremdvorstellungen steht der Einfluss der zentralasiatischen Seidenstraßen als Hauptverbindungen zwischen Europa und Ostasien im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Justine Walter
Antikes Griechenland und Altes China. Die Entstehung früher Fremdbilder im Wirtschafts- und Kommunikationssystem Seidenstraße
ISBN 978-3-86573-722-9
138 S. 24,00 EUR. 2013

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