Die "securitization theory" der so genannten "Copenhagen School" hat sich in den letzten Jahren einer steigenden Beliebtheit in den Internationalen Beziehungen erfreut. In diesem Buch bietet der Autor einen mit anschaulichen Beispielen versehenen Überblick über diesen Ansatz. Er zeigt die wesentlichen theorieinternen Kritiker auf, verweist aber auch auf grundsätzliche Schwächen und Probleme der Theorie. In der Quintessenz seiner Analyse reformuliert er "securitization" als Diskurstheorie neu und kritisiert damit ihre Konzeption als bloßen sprechaktheoretischen Ansatz.
Im zweiten Teil des Buches wird die Analysefähigkeit der Diskurstheorie im Bezug auf die Irakkriege 1991 und 2003 getestet. Neben der inneramerikanischen Diskussion zwischen US-Präsident und Kongress wird in beiden Fällen auch die internationale Ebene der Verbündeten beleuchtet. Zusätzlich wird ein Überblick über die amerikanisch-irakischen Beziehungen der letzten 30 Jahre geboten. Diese Diskursanalyse schließt dabei sowohl die Rollen Großbritanniens und Deutschlands als auch der Medien im Vorlauf der beiden Kriege ein.

Andreas Werner
Securitization als Diskurs. Der Kontext Akteur/Publikum am Beispiel der Irakkriege 1991 & 2003
ISBN 978-3-86573-346-7
151 S. 18,90 EUR. 2008

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