Mit neuen technischen Entwicklungen gehen auch juristische Fragestellungen einher. Diese interdisziplinäre Untersuchung beleuchtet am Beispiel des Vertragsschlusses insbesondere rechtliche und technische Aspekte elektronischer Agenten.
Elektronische Agenten sind Softwareprogramme, die aufgrund einer gewissen "Künstlichen Intelligenz" ursprünglich menschliche Aufgaben nicht nur automatisch, sondern teilweise sogar autonom erledigen sollen. Bei der Arbeitsteilung von Mensch und Agent könnten elektronische Agenten verstärkt kognitive Aufgaben übernehmen (z.B. die Bildung und Abgabe von (Willens-)Erklärungen). Sie agierten dann als eine Art "virtueller Stellvertreter" des Menschen.
Die Untersuchung zeigt die Vielschichtigkeit des Agentenbegriffs unter Einbeziehung internationaler Aspekte auf. Daraufhin wird die rechtliche Bewertung des Einsatzes elektronischer Agenten im Rahmen des Vertragsschlusses untersucht. Hierbei wird die juristische Einordnung der "Agentenerklärung" unter den Gesichtspunkten Zurechnung, Wirksamkeit und Bindung herausgearbeitet. Zudem werden weitere vertragsbezogene, technikbezogene und haftungsbezogene Aspekte beleuchtet.
Zum Ende geht der Verfasser über den Status quo hinaus und diskutiert als Ausblick die "elektronische Person".

Steffen Wettig
Vertragsschluss mittels elektronischer Agenten. Eine interdisziplinäre Untersuchung mit juristischem Schwerpunkt unter Einbeziehung internationaler, technischer und philosophischer Aspekte
ISBN 978-3-86573-563-8
521 S. 69,00 EUR. 2010 (Diss.)

Schriften zur Rechtswissenschaft
Bd. 142

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