Nach dem eher verkrampften Verhältnis in der Periode unter Georges Pompidou und Willy Brandt kam es nach dem fast gleichzeitigen Amtsantritt von Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing zu einer außerordentlich fruchtbaren Phase deutsch-französischer Zusammenarbeit. Besonders bei der Bekämpfung der großen wirtschafts- und währungspolitischen Probleme taten sich die beiden Politiker gemeinsam hervor. Aber auch nach dem Amtsantritt von François Mitterrand entwickelten sich trotz der schwierigen Ausgangssituation auf der zwischenmenschlichen Ebene "relations privilégiés".
In dieser Arbeit wird die Zusammenarbeit auf der höchsten politischen Ebene, d.h. zwischen dem Kanzler der Bundesrepublik Deutschland und dem französischen Staatspräsidenten in der zweiten Phase der sozialliberalen Koalition (1974-1982), skizziert. Insbesondere die Wandlung Helmut Schmidts vom "Atlantiker" der 60er Jahre hin zum überzeugten Anhänger einer deutsch-französischen Entente wird hierbei am Beispiel der Wirtschafts-, Währungs- sowie Außen- und Sicherheitspolitik nachgezeichnet.

Michael Wirth
Die Deutsch-Französischen Beziehungen während der Kanzlerschaft von Helmut Schmidt (1974-1982). "Bonne Entente" oder öffentlichkeitswirksame Zweckbeziehung?
ISBN 978-3-86573-327-6
144 S. 19,80 EUR. 2007

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